Rhein-Main-Gebiet lebt von der Mobilität vom 07.09.2010
Beuth und Seyffardt: „Aufhebung unbegründeter Geschwindigkeitsbegrenzungen kommt Pendlern aus der Umgebung zugute.“
„Für die Verkehrsdrehscheibe und den Wirtschaftsstandort Rhein-Main-Gebiet ist ein zügiger Verkehrsfluss und eine effiziente Nutzung der Infrastruktur von zentraler Bedeutung. Das Aufheben unbegründeter Geschwindigkeitsbegrenzungen auf den von Berufspendlern stark genutzten Autobahnen rund um das Rhein-Main-Gebiet sind ein wichtiger und richtiger Schritt, die Mobilität der Menschen zu stärken“, lobten die heimischen CDU-Landtagsabgeordneten Peter Beuth (Taunusstein) und Peter Seyffardt (Eltville / Martinsthal) den Entfall oder das Heraufsetzen geltender Geschwindigkeitsbegrenzungen auf hessischen Autobahnen. Ein Großteil der im Untertaunus oder Rheingau lebenden Menschen seien täglich mit dem Auto in Richtung Frankfurt unterwegs und profitieren von der nunmehr erhöhten Verkehrsgeschwindigkeit.

So sei beispielsweise die A 3 von der Anschlussstelle Idstein bis zum Wiesbadener Kreuz bei Fahrtrichtungskilometer 1,7 km von 1oo hm/h auf 120 km/h heraufgesetzt und bei Fahrtrichtungskilometer 3,5 km die Geschwindigkeitsbegrenzung sogar ganz aufgehoben worden, so Beuth und Seyffardt. Im weiteren Verlauf bei der Anschlussstelle Niedernhausen sei die Geschwindigkeitsbegrenzung aufgehoben und im weiteren Verlauf in Richtung Wiesbadener Kreuz auf 120 km/h heraufgesetzt worden. Zwischen dem Wiesbadener Kreuz und der Anschlussstelle Raunheim sei die Geschwindigkeitsbegrenzung nunmehr vollständig entfallen und gewährleiste eine zügige Einfahrt für heimische Pendler ins Rhein-Main-Gebiet, so die CDU-Landtagsabgeordneten.

Bedenken von Umweltschutzgruppen hinsichtlich dadurch gesteigerter Feinstaubentwicklung seien unbegründet. Schließlich seien LKW die Hauptverursacher von Feinstaub und für diese gelte ohnehin bereits eine Geschwindigkeitsbeschränkung, so Beuth und Seyffardt. „Auf den viel befahrenen Straßen um Frankfurt – allein am Frankfurter Kreuz rund 300.000 Kfz am Tag – ist ein zügiger Verkehrsfluss notwendig. Staus mit Abbremsen und Anfahren führen dagegen zu einer höheren Feinstaub- und Stickstoffdioxidentwicklung“, erläuterten die heimischen CDU-Abgeordneten.

Weitere Emittenten von Feinstaub und Stickstoffdioxid sind auch Industrie- und Gebäudeheizungen. Die Absenkungen der Belastungen können nur durch deutliche Reduzierung der Verkehrsaufkommen und technische Verbesserungen bei den Emittenten erreicht werden. Bereits in 20 Meter Entfernung vom Fahrbahnrand der Autobahnen ist die durch Kfz-Immissionen verursachte Belastung stark reduziert, so die Gesamtbelastungsstudie Luftschadstoffe für den Ballungsraum Rhein-Main.

Im Gegensatz zu den Autobahnen sind die Umweltbelastungen in den Innenstädten kritischer zu bewerten, da die Menschen hier wohnen und direkt betroffen sind.

Die Feinstaubentwicklung sei darüber hinaus sehr wetterabhängig und hänge ursächlich mit der Niederschlagsentwicklung und Windstärke zusammen. Vor allem im Sommer oder bei Inversionswetterlagen im Wetter seien hohe Werte zu verzeichnen: „Das können wir nicht verändern oder verbieten. Aber von 2002 bis 2008 hat sich der durchschnittliche Feinstaub-Jahresmittelwert in Hessen um ein Drittel von gut 30 auf jetzt weniger als 20 Mikrogramm pro Kubikmeter verringert. Die Feinstaubbelastung in Hessen ist damit im Jahr 2008 auf den niedrigsten Wert seit Beginn der Aufzeichnungen zurückgegangen“, so Seyffardt und Beuth abschließend.