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| Auch zum neuen Schuljahr wird die Unterrichtsgarantie erfüllt |
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| Ganztagsangebote ausgebaut – Start von Verlässlicher Schule und Landesabitur |
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Am 28. August beginnt das neue Schuljahr. Bei rückläufigen Schülerzahlen bei den Erstklässlern (1,1 % weniger gegenüber dem Vorjahr) werden im Schuljahr 2006/07 an Hessens allgemein bildenden öffentlichen Schulen 666.851 Kinder und Jugendliche sein. Das ist ein leichtes Plus von insgesamt 0,6 % gegenüber dem August 2005 (660.965). Während die Schülerzahlen hessenweit im Bereich der Hauptschule und Gesamtschule sinken und bei der Realschule konstant bleiben, steigen sie für das Gymnasium und die Förderschule. Die Gymnasien verzeichnen zudem den Hauptanteil bei den Schülerinnen und Schüler, die von der Grundschule in weiterführende Schulen wechseln (40,3 %). Im beruflichen Bereich ist mit einem weiteren Anstieg der Schülerzahlen zu rechnen.
Alle Schülerinnen und Schüler und alle Eltern können wieder davon ausgehen, dass die Unterrichtsgarantie erfüllt wird. Die Stundentafeln sind zu 100% mit Lehrkräften abgedeckt. Die vollständige Versorgung des Grundunterrichts wird somit auch unter weiterhin schwierigen haushalts- und finanzpolitischen Bedingungen sichergestellt sein. Darüber hinaus gibt es ab diesem Schuljahr einige Neuerungen und Änderungen, die Hessen auf unserem Weg zum Bildungsland Nummer eines weiter voranbringen.
Zum neuen Schuljahr kommen 70 Schulen neu in das Programm Ganztagsangebot nach Maß. Hessenweit bieten nunmehr 406 Schulen Ganztagsangebote an. Dafür stellt das Land Hessen 830 Lehrerstellen zur Verfügung.
Im Bereich „Eigenverantwortliche Schulen“ gibt es nun Budgets für Fortbildung und Vertretung, Jahresstundentafeln und Auswahl einzustellender Lehrkräfte jeweils durch die jeweilige Schul so dass mit dieser Selbständigkeit vor Ort Entscheidungen an der besseren Stelle getroffen werden können.
Im Rahmen der neu eingeführten Unterrichtsgarantie Plus werden pro Jahr 30 Millionen Euro zum Aufbau schuleigener Vertretungspools für alle hessischen Schulen mit Klassen von 1 bis 10 zur Verfügung gestellt (insgesamt 42 Mio. Euro für Vertretungsunterricht: 16 Mio. Euro mehr als im Vorjahr). Damit kann auch der kurzfristig entstehende Vertretungs- und Unterrichtsbedarf z.B. durch kurzfristige Krankheit abgedeckt werden. Eltern, Schülerinnen und Schüler sollen sich darauf verlassen können, dass gegenüber dem Stundenplan grundsätzlich kein Unterricht mehr ausfällt. Dies verbessert vor allem auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die Verlässliche Schule ergänzt als großes Plus die bisherige Unterrichtsgarantie.
Bei den Lehrerstellen gibt es eine Erhöhung um insgesamt 130 Stellen gegenüber dem Haushalt 2006, die insbesondere für Ganztagsschulen, SchuB-Klassen, das G-8-Projekt und die Förderschulen eingesetzt werden. Insgesamt stehen inklusive spezieller Kontingente und Pools in Hessen für das neue Schuljahr 45.063 Lehrerstellen zur Verfügung. Stellenweise problematisch bleibt allerdings die Lehrerversorgung nach Fächern, da zum Teil geeignete Fachkräfte fehlen, z.B. für Chemie, Physik, Mathematik, Englisch und Musik an Haupt- und Realschulen sowie Physik und Latein an Gymnasien. Dieser Problematik wird mit einer Vielzahl von Initiativen begegnet.
Landesweit werden Intensivklassen und –kurse eingeführt. Schülerinnen und Schüler, die ohne Deutschkenntnisse als Seiteneinsteiger nach Hessen kommen, besuchen zunächst für ein bis zwei Jahre verpflichtend Intensivklassen/-kurse, um erst einmal die deutsche Sprache zu erlernen. Im Bereich der Intensivklassen/-kurse stehen nun 200 Stellen bereit. Dies stellt ein weiterer Beitrag für eine bessere Integration dar. Letzteres gilt auch für die verbesserte Förderung von Schülerinnen und Schüler mit besonderen Schwierigkeiten beim Lesen, Schreiben oder rechnen durch eine entsprechende neue Verordnung.
Im kommenden Schuljahr werden voraussichtlich 61 Haupt- und Förderschulen mit zirka 84 Klassen nach dem SchuB-Programm (Schule und Betrieb) arbeiten. Diesbezüglich wurden zusätzliche Mittel durch den Europäischen Sozialfonds bewilligt.
Es werden 105 zusätzliche Stellen für Förderschulpädagogik bis zum Schuljahr 2008/09 bereitgestellt, wobei der Begriff „Sonderschule“ durch „Förderschule“ zum Wohle der Kinder ersetzt wurde.
Im Frühjahr 2007 werden erstmals die schriftlichen Abiturprüfungen (zwei Leistungsklausuren und eine Grundkursklausur) mit landesweit einheitlichen Aufgabenstellungen als Landesabitur durchgeführt. In der Verantwortung der Lehrkräfte vor Ort verbleiben weiterhin die mündlichen Prüfungen und Präsentationen. Dieses geteilte Verfahren gewährleistet einerseits größtmögliche Objektivität durch bessere Vergleichbarkeit der Leistungen und andererseits, dass besondere Profile von Schulen und individuelle Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler hinreichend Berücksichtigung finden. Darüber hinaus starten die letzten Schulen im gymnasialen Bildungsgang in die Verkürzung der gymnasialen Ausbildung in acht Jahren (G 8), so dass nach einer gelungenen und erfolgreichen Etappenlösung der G-8-Zweig hessenweit eingeführt wird.
Für das neue Schuljahr erhalten 16 hessische Schulen zusätzlich das Gütesiegel für Hochbegabung. Die Zahl der an diesem Programm teilnehmenden Schulen erhöht sich damit auf insgesamt 90 (43 Grundschulen, 20 Gesamtschulen und 27 Gymnasien). Zudem kommen drei weitere Schulen hinzu bei der Erprobung von nunmehr vier sog. Leuchtturmschulen.
Weitere Änderungen und Neuerungen (z.B. neue Lehrpläne, Schul-TÜV, Bildungsgänge zur Berufsvorbereitung, etc.) sowie zusätzliche Informationen finden Sie im Internet auf der Homepage des Hessischen Kultusministeriums und auf dem Bildungsserver Hessens. |
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